Coaching Markt Schweiz

In der Branche gibt es einen «Professionalisierungs-Boom». Der Schweizer Berufsverband für Coaching, Supervision und Organisationsberatung (BSO) listet auf seiner Homepage rund 1’400 professionelle Coach auf, von denen man sich coachen lassen kann. Wer es auf diese Liste schafft, gilt als seriös. Allen anderen hängt der Ruf an, sich zweifelhafter Methoden zu bedienen. Auffällig an der Liste ist, dass rund 60 Prozent Frauen sind. Und nirgendwo ist die Coach-Dichte so hoch wie in Zürich.

Heute gibt es für jedes Problem einen Coach. Coaching bedeutet, sich und andere besser verstehen, Skills erkennen. Führungskräfte verbessern ihren Führungsstil im Unternehmen durch ein Coaching. Massstab ist die Definition von Zielen und die Bereitschaft, zu verändern. Der Coach ist sowohl für die Leistungsfähigkeit, als auch für psychologische Aspekte wie den Zusammenhalt eines Teams verantwortlich.

Coaching für jedes Problem

Coaching wird immer mehr beliebt. Die Nachfrage ist in den letzten Jahren noch gestiegen. Nicht nur Spitzensportler und Führungskräfte nehmen Coachings in Anspruch, um ihre Leistungen zu optimieren. Menschen jeden Alters und Berufes möchten sich durch Coachings persönlich weiter entwickeln.

Doch woher stammt der Begriff «Coaching» eigentlich und wie konnte Coaching derart beliebt werden? Fachkreise berichten, dass der Begriff Coaching sich vom Wort „Coach“ ableitet. Coach, gleich Kutscher. Ein Kutscher war früher eine Person, die Pferde sicher ans Ziel brachte.

Erst für Studenten und Sportler

Seit den 1850er Jahren wird die Bezeichnung für private Tutoren von Studenten verwendet. Ende des 19. Jahrhunderts hielten Coach auch Einzug in die Welt des Sports. Der Coach war der Mensch, der andere zielgerichtet auf sportliche Wettkämpfe vorbereitete. Diese Bedeutung wurde durch den Spitzensport einer breiten Öffentlichkeit bekannt.

Unter Coaching verstand man noch bis vor kurzem die umfangreiche Betreuung von Personen im Hochleistungssport. Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wird der Begriff Coaching für verschiedene Trainings- und Beratungskonzepte verwendet, die einen privat und beruflich weiterbringen. So, dass sich Menschen weitere wichtige Kompetenzen aneignen können. Ende der 70er-Jahre bis Anfang der 80er-Jahre übertrug man die Praxis des Coachings immer mehr auf den Business-Bereich.

Durch ein Coaching lassen sich Leistungen steigern. Das Potenzial zu fördern, bedeutet eine zukunftsgerichtete, wertschöpfende Entwicklung einer Person – oder eines Unternehmens – zu steigern.

Ein Coach ist kein Berater

Grundsätzlich lassen sich die Merkmale des Coaching wie folgt zusammenfassen: Die Selbstreflexion und Wahrnehmung werden gefördert. Ein Coach ist weder Berater, noch Lehrer, Ratgeber oder Problemlöser, sondern ein gleichberechtigter Ansprechpartner, der Menschen bei der Bewältigung von Herausforderungen und Problemen unterstützt.

Bei den verschiedenen Arten des Coaching wird zunächst einmal zwischen Einzel- und Gruppen-Coaching unterschieden. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Angebote von Coachings, wie für die Gesundheitsprävention, für Management-Coaching oder Karriere-Coaching. Coaches wurden von Beginn an im Management eingesetzt, um Vorgesetzte zielgerichtet und entwicklungsorientiert in der Mitarbeiterführung zu unterstützen. Erstmals wurden psychologische Erkenntnisse verwendet, um in das Verhältnis zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden einzugreifen und zu verbessern.

Gute Chefs lassen sich coachen

Mitte der 80er-Jahre wurden Mentoring-Programme konzipiert, um Nachwuchskräfte zu fördern. Ungefähr zu dieser Zeit wurden Coaches erstmals im deutschsprachigen Raum eingesetzt, vorerst jedoch nur zur Betreuung von Führungskräften im Top-Management. Es war längst bekannt, dass eine Führungsperson umso weniger direkte Rückmeldung erhält, je höher ihre Position ist. Dem wirkt seither ein Coach entgegen.

In den 90er-Jahren etablierte sich Coaching dann immer mehr als Instrument in allen Führungsebenen, zeitgleich entwickelte sich Coaching zum Massentrend. Die Wissenschaft führt darüber Studien. Coaching ist seither in aller Munde. Coaching wurde zu einem allgemeinen Begriff psychologisch ausgerichteter Beratungsmethoden. Nach wie vor ist der Begriff «Coaching» keine geschützte Bezeichnung. Mancher Anbieter missbraucht den Begriff, um dem Kunden eine eingehende Beratung zu verkaufen, obschon es sich manchmal nur um oberflächliche Angebote handelt.

In den letzten Jahren nehmen die Bemühungen jedoch zu, Coachings zu professionalisieren. Es gibt Berufsverbände, die auch rechtlich geschützt sind.

Wertschöpfung als Ergebnis von Coaching

Innovative Manager treten nach mehrmonatigen Coachings aus alten Mustern heraus und sorgen für einen Kulturwandel im Unternehmen. Auch die sozialen Kompetenzen werden durch ein Coaching gestärkt. Manche sind bereit, nach einem Coaching, Veränderungen anzunehmen.

Teilen:

Facebook
Twitter
Pinterest
LinkedIn

Weitere Beiträge

Allgemein

Alternativen zum Coaching

Wer an ein Coaching denkt, nimmt eine Einzelberatung in Anspruch. Bevor man sich auf eine Vertrauensperson einlässt, braucht es einige Überlegungen. Manchmal können kleinere Störungen

Mehr lesen